Zugriff auf Buffalo Linkstation NAS mit Windows 10 nicht mehr möglich!

Bereits zum zweiten mal passierte es mir nun in letzter Zeit, dass ich mit Windows 10 auf eine „eigentlich“ funktionierende Buffalo Linkstation nicht mehr über das Netzwerk von einem Windows 10 Computer aus zugreifen konnte!

Grund dafür ist, weil Microsoft beim Windows 10 Creators Update, den Support für das SMBv1 Protokoll deaktiviert hat! 😉

Da ich aber in diesem Fall wieder keinen Computer mit einem älteren System zur Verfügung hatte, bzw. auch keinen mehr installieren wollte, suchte ich nach einer Lösung, damit die Buffalo Linkstation NAS auch SMBv2 unterstützt!

In meinem Fall handelte es sich konkret um ein Linkstation Duo, auf der noch sehr wichtige Daten gespeichert waren.

➡ Das SMBv2 Protokoll wird auch mit der letzten aktuellen Firmware für die NAS nicht unterstützt bzw. angeboten 🙄

Nach einiger Recherche im Internet, wurde ich dann auch schnell fündig!
Es gibt eine sehr „einfach & schnelle“ Lösung, die ich hiermit kurz festhalten möchte.

Und so wird’s gemacht:

  1. Zuerst muss der SSH Zugang für die Linkstation aktiviert werden, was aber leider nicht über die Weboberfläche erledigt werden kann.
    Aber hier hilft uns ein kleines Tool mit dem Namen „ACP Commander“ weiter!

    ➡  Eine sehr genaue & tolle Anleitung wie das gemacht wird, gibt es HIER, weshalb ich auf diesen Punkt hier nicht genauer darauf eingehen werde. 😉

  2. Hat man den SSH Zugang erfolgreich aktiviert, loggt man sich mit einem SSH-Client seines Vertrauens via SSH auf der Buffalo Linkstation NAS, mit dem Benutzer „root“ & dem dafür oben festgelegten Kennwort ein.
    (Ich habe in meinen Fall den „Putty“ Client verwendet)
  3. Anschließend muss die Datei „/etc/init.d/smb.sh“ welche die Datei „/etc/samba/smb.conf“ erstellt bearbeitet werden.

    Dies wird mit folgendem Befehl gemacht:
    vi /etc/init.d/smb.sh

  4. Nachdem sich nun der Editor geöffnet hat, wechselt man den in „Insert“ Modi und begibt sich zur Zeile/usr/local/sbin/nas_configgen -c samba

    Anschließend ersetzt bzw. ergänzt man:

    1

    2

    3

    4

    5

        /usr/local/sbin/nas_configgen -c samba

    if [ $? -ne 0 ]; then

    echo „$0 configure fail“

    exit 1

    fi

    durch:

    1

    2

    3

    4

    5

    6

        /usr/local/sbin/nas_configgen -c samba

    if [ $? -ne 0 ]; then

    echo „$0 configure fail“

    exit 1

    fi

      /bin/sed -i ‚3i\\    max protocol = SMB2\\‘ /etc/samba/smb.conf

  5. Hat man dies erledigt, verlässt man den „INSERT“ Modus des VI-Editors wieder, und speichert das ganze noch mit „:wq
  6. Zum Schluss muss der SMB Dienst noch neugestartet werden, was mit folgendem Befehl geschieht:
    /etc/init.d/smb.sh restart

    💡 Alternativ dazu kann man natürlich auch die ganze Buffalo Linkstation NAS einmal neustarten 😉

  7. Danach kann man wieder ohne Probleme auf seine Buffalo Linkstation zugreifen, und dass auch von einem Windows 10 Computer aus, über das SMBv2 Protokoll 😉 

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8 Kommentare

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  1. Guten Abend,
    kannst Du mir helfen?
    habe mir beim versuch das zu ändern wohl die root Datei beschädigt oder was falsch gemacht!

    gibt es diese root Datei irgendwo komplett NEU zum einspielen?

    Bin da nicht so fi drin, wie man sieht!

    mfg
    Daniel

  2. Sorry, habs überlesen. Dein Punkt 3 spricht dagegen: Die smb.conf wird jedesmal beim reboot neu erstellt.
    Zum Testen könnte man es ja auch live editieren und mit smb.sh restart testen.
    In welche Sektion muss man dann die Zeile eintragen? Im sed die 3i heißt nach der dritten Zeile, wenn ich mich richtig erinnere?
    Das ist die Sektion [global].

    Hintergrund der Frage: ich würde es mal mit meiner LS Mini testen wollen bevor ich es in die smb.sh eintrage.

    Danke.

    1. Hallo Dieten!

      Ja genau in der „Global“ Sektion muss das editiert werden 😉

      LG
      Daniel

  3. Hallo Daniel, vielen Dank.
    Was spricht dagegen, die Änderung gleich in der smb.conf einzutragen?

  4. Falsch!!!
    Gehen Sie auf „Start“ und tippen Sie „Features“ ein, um eine Suche zu starten. Klicken Sie dann auf das Ergebnis „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“. Scrollen Sie in der Liste runter, bis Sie den Punkt „Unterstützung für die SMB 1.0/CIFS-Dateifreigabe“ und aktivieren. Mit OK bestätigen und FERTIG!!!
    SMBv1 ist aktiviert und der Zugriff auf eure Buffalo-NAS funktioniert wieder!!!

    1. Sie sind ein Schatz!!! Mein NAS lässt sich jetzt wieder auslesen!!! Danke vielmals!!!

  5. Danke für deine Anleitung und die Mühe, die du reingesteckt hast. Hat bei mir aber nicht funktioniert, deshalb hab ich nach dem Fehler gesucht.

    Leider haben sich bei der betreffenden Zeile Fehler eingeschlichen:
    Du: /bin/sed -i ‚3i\\ max protocol = SMB2\\‘ /etc/samba/smb.conf
    Richtig: /bin/sed -i ‚3i\\ max protocol = SMB2\\‘ /etc/samba/smb.conf

    Bei dir sind es Komma und Apostroph, es muss aber jeweils ein gerades Hochkomma eingegeben werden (Shift + #), damit es funktioniert.

    Wollte ich nur anmerken, weil es ansonsten eine perfekte Anleitung ist und es funktioniert dann auch. Danke :).

    1. Ok, ich sehe jetzt warum: In meinem Kommentar ist es auch wieder verkehrt dargestellt, obwohl es vorm Absenden richtig war.

      Also: /bin/sed -i [gerades Hochkomma]3i\\ max protocol = SMB2\\[gerades Hochkomma] /etc/samba/smb.conf

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